Schon Ende des 18. Jahrhunderts bezeugen die belebten Straßen von Jerez de la Frontera die Dynamik einer vom Export ihrer berühmten Weine profitierenden Stadt.

Der im Weingeschäft herrschende Aufschwung zieht Geschäftsleute aus der halben Welt an. Dennoch ist es ein Spanier, Juan Sánchez de la Torre, der 1781 den Grundstein für die Gesellschaft Sánchez Romate Hermanos legt, einer der wenigen Herstellerbetriebe, der weiterhin in einheimischem Besitz ist.

Neben der Anerkennung der Markts für die Qualität seiner Weine erlangt Juan Sánchez de la Torre bald die Wertschätzung seiner Mitbürger. Denn er ist ein unruhiger und gebildeter Mann, ein wahrer Repräsentant seines Zeitalters, die Aufklärung, der Bildung und Künste in seiner Stadt entschieden fördert.

Mit der Zeit wächst der Betrieb und passt sich den sukzessiven technischen Neuerungen an, bleibt dabei jedoch der Herstellungstradition eng verpflichtet. Im Jahr 1887, über ein Jahrhundert nach seiner Gründung, setzt die vierte Generation der Familie Sánchez Romate einen weiteren entscheidenden Maßstab, als sie beschließt, einen Brandy für den privaten Verzehr durch sie und ihre engsten Freunde herzustellen. Es ist die Geburtsstunde von Cardenal Mendoza Solera Gran Reserva, die Parademarke des Hauses.

Ohne bis heute seine Unabgängigkeit aufgegeben zu haben, hat der Betrieb später weitere bedeutende Stunden erlebt. 1909 wurde er beispielsweise offizieller Lieferant des britischen Oberhauses, 1917 offizieller Lieferant des Papstes.

Die Sherryweine und Brandies des Hauses Sánchez Romate haben seitdem ihre internationale Präsenz noch stärker ausgebaut und lassen sich heutzutage auf allen fünf Kontinenten finden.

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